Abholen, Unterrichtsbeginn, Dinge mitbringen: Eine Routine mit Erinnerungen, die nichts mehr durchrutschen lässt

“Heute war Klavier doch um wie viel Uhr?”, “Was mussten wir fürs Schwimmen noch mal mitbringen?”, “Ich bin unsicher, wann Taekwondo heute endet.”

Schon bei zwei Akademien gehen solche Gedanken einem mehrmals am Tag durch den Kopf. Wenn es drei oder vier werden, läuft das Gehirn fast permanent auf Hochtouren. Sich all das einfach zu merken, ist von vornherein keine realistische Lösung.

Wenn man Kinder zu Schule und Akademie bringt und wieder abholt, merkt man schnell, wie oft solche Momente auftauchen. Bei ein oder zwei Terminen kann man das vielleicht noch halbwegs auffangen. Sobald sich Schultermine und Akademiezeiten aber überlagern, entlastet schon eine einzige verlässliche Erinnerung für Bring- oder Abholzeiten den Kopf enorm. Genau deshalb war die Erinnerungsfunktion für mich keine nette Zusatzfunktion, sondern etwas, das im Alltag zuerst notwendig war.

Verpasste Erinnerungen sind kein Problem des Gedächtnisses, sondern ein Problem des Systems. Wenn die Struktur so aufgebaut ist, dass Hinweise automatisch zur richtigen Zeit kommen, muss man sich weniger bewusst erinnern.

Der Kalender-Bildschirm von Kursmanager

Drei Zeitpunkte, an denen Erinnerungen besonders wichtig sind

Erinnerungen im Zusammenhang mit Akademien lassen sich grob in drei Zeitpunkte einteilen.

1. Erinnerung vor dem Losfahren

Wenn 30 Minuten bis eine Stunde vor Unterrichtsbeginn eine Erinnerung kommt, bleibt genug Zeit, Materialien zusammenzulegen und die Abfahrt einzuplanen. Fehlt diese Erinnerung, sucht man kurz vor knapp doch wieder nach: “Was mussten wir heute eigentlich mitnehmen?“

2. Erinnerung zur Abholung

Abholzeiten unterscheiden sich von Akademie zu Akademie, und manchmal sogar innerhalb derselben Akademie je nach Wochentag. Wenn es lästig ist, jedes Mal neu nachzusehen, ist eine feste Abhol-Erinnerung pro Wochentag oft die sauberste Lösung.

3. Erinnerung am Vorabend für Materialien

Dinge wie Lehrbuch, Schwimmsachen oder Zeichenpapier brauchen oft etwas Vorbereitung. Dafür ist eine Erinnerung am Vorabend deutlich hilfreicher als erst am Morgen des Unterrichtstags. Dann ist es oft schon zu spät.

Wie man eine funktionierende Routine aufbaut

Wenn Sie eine Erinnerungsroutine neu einrichten, ist es sinnvoll, sich einmal Zeit zu nehmen und die kompletten Termine pro Akademie gesammelt zu ordnen. Wenn Wochentage, Startzeiten, Abholzeiten und regelmäßig benötigte Materialien einmal vollständig an einem Ort stehen und die passenden Erinnerungen gesetzt sind, arbeitet dieses System das ganze Semester für Sie.

Eine erste Investition von 30 Minuten kann über Monate hinweg viele kleine Wiederholungen überflüssig machen.

Jemand prüft Benachrichtigungen und Termine auf einem Smartphone

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Zu viele Erinnerungen machen stumpf

Bei einer Erinnerungsroutine gibt es einen Punkt, auf den man achten sollte. Wenn Benachrichtigungen zu häufig auftauchen, fängt man an, sie automatisch zu ignorieren. Das kennt fast jeder vom Smartphone.

Deshalb sollten Erinnerungen nur für wirklich wichtige Zeitpunkte gesetzt werden. Eine Meldung wie “Es gibt Unterricht” ist weniger hilfreich als eine konkrete Erinnerung wie “In 30 Minuten müsst ihr los” oder “Morgen Schwimmsachen einpacken”. Handlungsbezogene Hinweise sind im Alltag viel nützlicher.

Es reicht, nur die wiederkehrenden Muster zu automatisieren

Was sich jede Woche gleich wiederholt, muss man nur einmal einstellen. Ausnahmen wie Sonderkurse, Ausfälle oder einmalige Änderungen werden dann einfach bei Bedarf ergänzt. Wenn die Grundroutine stabil ist, lassen sich auch Sonderfälle viel leichter handhaben.

Der Kern einer guten Erinnerungsroutine ist nicht, die Zahl der Hinweise zu erhöhen, sondern klar zu definieren, woran sich die Erinnerung orientiert und wann sie erscheinen soll. In Kursmanager lassen sich Erinnerungen passend zur Unterrichtszeit einrichten, zum Beispiel 10, 30 oder 60 Minuten vorher. Genauer gesagt läuft es so: Zuerst ordnet man die Unterrichtstermine selbst, und darauf setzt man nur die wirklich nötigen Hinweise.

Dann kann man den heutigen Ablauf im Wochenplan oder Kalender prüfen und die Details in den Notizen zum jeweiligen Unterricht direkt weiter ansehen. Wenn nur eine Erinnerung erscheint, man für die eigentlichen Informationen aber wieder in eine andere App wechseln muss, wird der Alltag eher komplizierter. Die Aufteilung in Erinnerungen 10, 30 oder 60 Minuten vorher gibt es letztlich deshalb, weil Bring- und Abholroutinen nicht überall gleich aussehen. Unabhängig vom genutzten Werkzeug bleibt der Kern immer derselbe: Alles an einem Ort sammeln und sich zum richtigen Zeitpunkt erinnern lassen.